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Büdinger Narreteien

Zur erneuten Lachnummer verkam die letztwöchige Sitzung der Stadtverordneten in der wieder einmal versucht wurde einen Vertreter der NPD am sprichwörtlichen Nasenring zu führen.

Vor Wochen verweigerte der Stadtverordnete Lachmann aus gesundheitlichen Gründen eine Mund- Nase- Bedeckung in einer Sitzung zu tragen. Natürlich konnten es sich andere Parlamentarier nicht nehmen lassen, einen riesigen Bohei um diese eher triviale Angelegenheit zu veranstalten.

Lachmann wies ein ärztliches Attest vor, das ihn von der Seiten der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Pflicht des Tragens einer solchen Bedeckung befreit.

An der vergangenen Stadtverordnetensitzung wurde ein erneuter Versuch unternommen ihn zum Anlegen eines doch eher als marginalen Schutz einzuordnenden Gesichtsvisiers zu nötigen. Natürlich lehnte Lachmann dieses Ansinnen ab, woraufhin ihm andere Stadtverordnete gezielte Provokation vorwarfen.

Was genau ist eigentlich an einem ärztlichen Attest unverständlich? Da steht ziemlich deutlich drauf dass das Tragen einer Mund- Nase- Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Das umfasst alle Arten inklusive des selbstlos zur Verfügung gestellten Plastikschildes.

Daher sollte die Frage eher lauten wer in der Büdinger Stadtverordnetenversammlung immer wieder gezielt provoziert, vorgeführt, diffamiert und ausgegrenzt werden soll. Von der mittlerweile zum Popanz für angebliche "rechte Gefahr" künstlich am Leben gehaltenen NPD und ihren Funktionären kann man halten was man will, doch sind sie ebenso gewählt wie alle anderen Parlamentarier in diesem Gremium. Einbeziehen und mit Sachpolitik an die Grenzen führen wäre eine Lösung. Denn ein Ausgrenzen um des Ausgrenzens willen schafft nur einen Märtyrermythos.

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Sachpolitik?

Obwohl es damit in Büdingen nicht weit her ist. Die unendliche Verschiebung der dringend notwendigen Vorstadtpflasterung wird sich- wen wundert es- noch weiter in Zukunft verschieben. Irgendwie finden Büdinger Geschäftsleute immer neue Gründe Eingaben gegen die zur Sanierung nötige Straßensperrung vorzubringen. Jetzt aktuell sind es die "wechselnden Kollektionen". Das ist natürlich das Totschlagargument schlechthin für weitere Verzögerungen, denn Kollektionen wechseln 4x im Jahr.

Eigentlich könnte es den Büdingern egal sein, denn spätestens in zwei bis drei jahren gibt es in Vor- und Altstadt keine Geschäfte mehr auf die Rücksicht genommen werden müsste. Der Ladenleerstand ist erschreckend. Als Ausgleich steigt die Zahl der eher wenig erwünschten Shisha- Kaschemmen, "Herrenfriseure", Automatenzockerbuden und nur mühsam als Cafe oder Bar getarnte Läden gleicher Zielsetzung.

Das wäre ein Thema dem sich unser Parlamentarier annehmen könnten statt sich an unwichtigen Nebenschauplätzen aufzureiben. Nur so als kleiner Tipp.