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Wer kennt sie nicht, die Zeitgenossen, denen Verkehrsregeln am verlängerten Rücken vorbei gehen? Völlig egal ob zwei, vier oder mehr Räder benehmen sich mittlerweile zu viele Verkehrsteilnehmer so als ob sie von den gültigen Regeln im öffentlichen Straßenverkehr noch nie etwas gehört hätten. Außerhalb der Ortschaften ist das fast schon zur Normalität geworden, doch nimmt regelwidriges Verhalten selbst in den Ortschaften zu.

Innerstädtisches Überholen, teils massive Geschwindigkeitsüberschreitungen, Parken auf Gehwegen, ignorieren "Halt" gebietender Verkehrszeichen und des "Zebrastreifens", Überfahren roter Ampeln, aggressive Fahrweise, unbefugte Nutzung von Behindertenparkplätzen und andere Verkehrsdelikte.

Mein persönliches Highlight sind die Schwachköpfe, die selbst während dem Fahren nicht die Finger von ihrem (offensichtlich für erweiterte Hirnfunktionen notwendigen) tragbaren Außenbordgehirn lassen können und unbedingt die neueste Meldung über Form, Farbe und Konsistenz des letzten Stuhlgangs irgend eines ihnen bekannten unwichtigen Mitmenschen lesen müssen. Augen und Daumen auf dem Telefon, Unterarme auf dem Lenkrad oder Lenker, Aufmerksamkeit null.

Den zweiten Platz im Ranking nehmen die Dauertelefonierer ein. Teure Autos für 50.000 € und mehr und zu dämlich, faul oder bequem die in der Kiste verbaute Freisprecheinrichtung mit dem Telefon zu koppeln. Also klemmt das Ding am Ohr. Fahren mit einer Hand ist ziemlich schwierig. Mit entsprechenden Folgen für Aufmerksamkeit und Verkehrssicherheit.
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Büdingen ist schön. Sagen die schon länger hier leben. Büdingen ist liebenswert. Sagen die unsere Stadt in Nah und fern bekannt machen. In Büdingen lebt Kunst, Kultur und Geschichte. Sagen die Kulturschaffenden. Büdingen hat Entwicklungspotential. Sagen Kommunalpolitiker.

Stimmt. Stimmt aber auch nicht. Büdingen ist wie viele andere kleinere und mittlere Kommunen in einer Abwärtsspirale gefangen, deren Auswirkungen für jeden, der mit offenen Augen durch die Stadt geht ersichtlich ist. Gab es früher vielfältiges Kleingewerbe, Handel, Handwerk, gutbürgerliche Gastronomie und mal mehr, mal weniger gemütliche Kneipen dominieren heute andere Betriebe das Stadtbild.
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