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Zur erneuten Lachnummer verkam die letztwöchige Sitzung der Stadtverordneten in der wieder einmal versucht wurde einen Vertreter der NPD am sprichwörtlichen Nasenring zu führen.

Vor Wochen verweigerte der Stadtverordnete Lachmann aus gesundheitlichen Gründen eine Mund- Nase- Bedeckung in einer Sitzung zu tragen. Natürlich konnten es sich andere Parlamentarier nicht nehmen lassen, einen riesigen Bohei um diese eher triviale Angelegenheit zu veranstalten.

Lachmann wies ein ärztliches Attest vor, das ihn von der Seiten der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Pflicht des Tragens einer solchen Bedeckung befreit.
...weiterlesen "Büdinger Narreteien"

Ein Indikator für den beginnenden Vorwahlkampf zur Bundestagswahl ist der Auftrieb bekannter und weniger bekannter Politiker in den Städten der von ihnen okkupierten Wahlkreise. War es in der vergangenen Woche die in Flörsbachtal im Main- Kinzig- Kreis wohnende Abgeordnete der abgewirtschafteten SPD, die unter ihren jetzigen Interimsvorsitzenden immer mehr zur dritten ultralinken Partei im deutschen Parteienspektrum mutiert, wurde Büdingen gestern vom ehemaligen CDU Generalsekretär und jetzt als Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium geparkten Dr. Peter Tauber beehrt.

Der Historiker mit Promotion über die "gesellschaftliche Stellung des Sportes und dessen Funktionalisierung im ersten Weltkrieg und der Weimarer Republik" zeigte sich erfreut über die in Stücken erfolgende Sanierung der Altstadtmauer, lobte deren nahezu kompletten Erhaltungszustand und hob ihre hohe wissenschaftliche, geschichtliche und künstlerische Bedeutung hervor.

Leute, wir reden über eine Mauer? Eine zugegeben alte Mauer aus dem 16. Jahrhundert an der Grenze zwischen Spätmittelalter und beginnender frühen Neuzeit. Was daran künstlerisch sein soll erschließt sich mir nicht wirklich. Aber gut, irgend etwas benötigt der Homo Politicus um Zeitungsseiten zu füllen.

Letztendlich völlig Uninteressant. Die Botschaft ist eine andere. Die hochwichtigen Abgeordneten aus dem fernen Berlin beehren das Stimmvieh, das außer alle paar Jahre ein Kreuz auf einem Zettel zu setzen keinerlei Mitspracherechte hat und als Gegenleistung von eben diesen Politikern ausgeplündert und nach Ende des Erwerbslebens in die unwürdige Altersarmut entlassen wird. Oder anders ausgedrückt: abgehobene weltfremde Politiker wollen den Untertanen in Erinnerung bringen vor welchem Gesslerhut sie sich zu verneigen haben.

Dieses scheinheilige Getue nervt. Bleibt doch einfach dort wo ihr sonst auch immer seid. Es spart euch Zeit und den Bücklingen eurer Partei den Aufwand extra den Sonntagsanzug aus dem Schrank holen zu müssen.

Ein kleines Update: nach den ohne Presse eher unbemerkten Besuche durch SPD und CDU Abgeordnete konnte die Partei der Umfaller nicht zurück stecken. Eine Delegation der "Fast Drei Prozent" Partei reiste durch das Land und verbreitete ihre leeren Worthülsen. Hier in Büdingen war es die von der Stärkung der Tourismusbranche. Hohle Worte wie man es von Politikern und im Besonderen von denen der FDP kennt.

Wie so vieles im Leben hat alles irgendwann ein Ende. So auch die Traditionskneipe "Struwwelpeter" in Büdingen die heute Abend nach 40 Jahren, 7 Monaten und 4 Tagen ihre Türen für immer schließt.

Mit ein bisschen Wehmut und einem kleinen Tränchen im Auge kann ich auf eine sehr lange Zeit zurück blicken in denen ich dort ab und zu mal ein Bier oder Äbbelwoi trank, eine Kleinigkeit aß, Menschen kennen lernte, die oft erst zu Bekannten, manchmal auch Freunden wurden, mit ihnen redete, diskutierte, herum alberte, gemeinsame Zeit verbrachte. Ok, nicht nur ab und zu. Der Struwwelpeter wurde in den letzten 25 Jahren für mich etwas wie mein erweitertes Wohnzimmer, ein Platz den ich immer wieder gern besuchte.

Dort traf ich Menschen die einem im Gedächnis bleiben wie Ludwig und Gerd, die ich ohne den Struwwelpeter nie kennen gelernt hätte, die zu meinem Freundeskreis gehörten, uns über Jahre begleiteten, mit uns am Tisch saßen, deren Leben, Freuden und auch Sorgen wir teilten und irgendwann einfach nicht mehr da waren weil sie viel zu früh den Weg gingen den wir alle irgendwann einmal gehen müssen.

Man traf teilweise auch weniger angenehme Zeitgenossen, "was kostet die Welt" Selbstdarsteller, Aggrotypen, Wichtigtuer. Aber auch die gehören dazu. Die angenehmeren Zeitgenossen überwogen bei Weitem.

Macht es gut Fred, Lena, Marvin. Ich wünsche euch viel Erfolg, alles nur erdenklich Gute für euren neuen Lebensabschnitt.

Um es mit einem Lied einer in meiner Jugend gern gehörten Band zu sagen bleiben uns die Erinnerungen.
Erinnerungen - Böhse Onkelz

In der heutigen Ausgabe des Kreis- Anzeiger sprang mir folgende Meldung (Quelle: Kreis-Anzeiger) ins Auge. Nicht wegen der seit Herbst 2015 leider alltäglich gewordenen Messerstecherei an sich, nonverbale Kommunikation mit spitzen und schneidenden Gegenständen scheint in bestimmten Kulturkreisen zum guten Ton zu gehören, sondern wegen des langsam durchlässiger werdenden "Framings" (Quelle: Wikipedia) des KA.

Eritreer verletzt Syrer mit Messer

Büdingen (leo). Am frühen Donnerstagmorgen verletzte ein 37 Jahre alter Mann aus Eritrea einen ein Jahr jüngeren Syrer aus Kefenrod. Die beiden Männer gerieten gegen 3.30 Uhr in einer Spielothek in der Thiergartenstraße in Büdingen in einen Streit. Auf dem angrenzenden Parkplatz fügte der Afrikaner durch einen Messerstich in den Bauchraum dem Syrer schwere Verletzungen zu. Der 36-Jährige befindet sich nach einer Notoperation nicht mehr in Lebensgefahr. Nach der umfangreichen Fahndung konnte die Polizei den eritreischen Staatsbürger aus Büdingen am Freitagvormittag in Gießen festnehmen. Der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt und sitzt seither in einer Justizvollzugsanstalt.

Früher wäre an solche Meldungen nicht mal zu denken gewesen. Da hätte es, sofern die Meldung nicht komplett unter den Tisch gefallen wäre, gehießen: "EinMann aus Kefenrod rangelte mit einemMann aus Büdingen. Dabei wurde der Büdinger leicht verletzt. Dieser wurde vorsorglich in eine Klinik gebracht."

Die Meldung des Vorfalls vom 16.07.2020 kommt recht spät, doch immerhin wird es nicht komplett verschwiegen. Zudem berichtet der KA nicht mehr über die ominösen "EinMänner" aus Kefenrod und Büdingen. Nur leider ziemlich falsch. Da sind nicht Rainer aus Büdingen und Norbert aus Kefenrod aneinander geraten, sondern mutmaßlich so bezeichnete "Schutzsuchende" aus eher sandigeren und staubigeren Gegenden dieser Welt.

Also lieber KA- demnächst bitte die hiesigen Städte und Gemeinden weg lassen. Ein Messerschwinger aus Eritrea stammt nicht aus Kefenrod und ein gemesserter Syrer nicht aus Büdingen. Es hat rein gar nichts mit "Rassismus schüren" oder "den Rechten in die Hände spielen" zu tun wenn ihr die tatsächliche Herkunft der Täter und Opfer benennt. Das Auslassen durchaus wichtiger Informationen wie der tatsächlichen Herkunft führt lediglich dazu euch als Nachrichtenmedium in die Schublade der Nachrichtenverzerrer, Verleugner, Schönredner und Beschwichtiger zu stecken. Eure Auflage sinkt von Jahr zu Jahr- fragt ihr euch nicht woran das liegen könnte?

Es Frühling, alles blüht, Vögel zwitschern, es ist Zeit zum Wandern oder einfach nur Spazieren gehen. Was soll man angesichts der seltsam willkürlichen Beschränkungen für Freizeitaktivitäten auch sonst tun.

Es könnte alles so schön erholsam sein, wären da nicht gewisse rücksichtslose Zeitgenossen die an gefühlt jedem Rastplatz ihren Dreck hinterlassen. Mülleimer voll gestopft, Müll daneben oder einfach gleich in die Landschaft geworfen.

Oft ist es nicht mal vergleichsweise "normaler" Müll aus Getränkebehältern und "Fraß-to-Go" Verpackungen, nein sehr oft finden sich Hausmüll, Plastikabfälle, klein geschlagene Möbel, Bauschutt und vieles mehr.

Was genau geht eigentlich in den Köpfen solcher Vollpfosten vor? Wenig bis gar nichts? Dreck in die Landschaft kippen ist natürlich bequemer als ihn zum Recyclinghof zu fahren. Ich habe für so etwas einfach kein Verständnis. Abfälle fachgerecht entsorgen kostet nur ein paar Euro.